Pflanzung/ Veredlung/ Pflege

Pflanzung

Mit der Pflanzung legt man den Grundstein für eine erfolgreiche Obstproduktion. Der richtige Standort und eine gute Bodenvorbereitung sind die wichtigsten Kriterien. Bei der Pflanzung von wurzelnackten Obstbäumen gleicht ein starker Pflanzschnitt des Kronengerüstes, die verminderte Leistungskraft der Wurzel durch die Pflanzung aus. Dies bewirkt ein gutes Anwachsen mit zügigem Wuchs. Die Veredlungsstelle liegt ca. 15cm über dem Boden. Ein Holzpfahl, der bis zum Kronenanfang reicht, ist zwingend nötig. Angebunden wird mit einer Achterschlinge, die pro Vegetationsperiode einmal kontrolliert und bei Bedarf ersetzt wird.


Veredlung

 

 

Einfach gesagt kombiniert man bei einer Veredelung die erwünschten Wuchseigenschaften (Wurzel) mit der bevorzugten Sorte (Edelreis). So zum Beispiel werden Birnenspaliere, die eher schwach wachsen sollen, mehrheitlich auf Quittenunterlagen veredelt.

In der Obstgehölzproduktion werden meistens standardisierte Typenunterlagen verwendet.

Wir veredeln im Kundenauftrag neue Sorten auf bestehende Bäume, deren Sorten nicht befriedigen. Diese Massnahme macht jedoch nur bei jüngeren Exemplaren Sinn.

Es ist durchaus möglich auf einem Baum einen Sommer-, Herbst- und Winterapfel zu ziehen. Dies bedingt jedoch ein gutes Abwägen der Wuchseigenschaften der Sorten und intensivere Pflege. 


Pflege

Ein regelmässiger, fachgerechter Schnitt ist die wichtigste Pflegemassnahme bei Obstgehölzen.

Den Gehölzschnitt führen wir hauptsächlich in der Zeit der Vegetationsruhe aus. Bei Süsskirschen ist bei grösseren Eingriffen ein Sommerschnitt empfehlenswert, da das Risiko für Harzfluss und Rindenbrand verringert wird. Ausserdem können die Kirschen so auch von weniger Kletteraffinen am Boden geerntet werden.

 

Wir unterscheiden dabei zwei verschiedene Schnitte.

Beim Erziehungsschnitt wird das Kronengerüst aufgebaut, damit es tragfähig wird und die einzelnen Elemente, zum Beispiel die Leitäste, ihre zugeteilte Funktion erfüllen können. Die Fortsetzungen werden dabei angeschnitten. Der Erziehungsschnitt wird bis zum Vollertrag bzw. dem Erreichen der angestrebten Kronengrösse aufgeführt.

Was passiert, wenn kein Erziehungsschnitt ausgeführt wird?

  • Das Kronengerüst wird nicht gezielt aufgebaut. 
  • Der Fruchtertrag setzt sehr früh ein, dies auf Kosten des Wachstums.
  • Durch den frühen Fruchtertrag zerfällt die Krone. Dies wird auch als Schleuderwuchs bezeichnet.
  • Der Baum vergreist frühzeitig.
  • Durch die schlechte Belichtung bis ins Kroneninnere, leidet die Fruchtqualität. Es ergibt sogenannte Schattenfrüchte, die aroma- und zuckerarm sind.
  • Durch die dichte Krone trocknen die Blätter weniger schnell ab. Der Befallsdruck durch Pilze ist stark erhöht.

Ist das Kronengerüst formiert, wird zum Erhaltungs- oder Verjüngungsschnitt gewechselt. Bei diesem Schnitt werden die Fortsetzungen nicht mehr angeschnitten. Die Krone wird laufend verjüngt und ausgelichtet, ohne dass der Baum dabei mit starkem Wuchs reagiert. Grundsätzlich kann dazu auch gesagt werden, dass ein Schnitt den Wuchs, und kein Schnitt, den Ertrag fördert.

 

Bei richtiger Sortenwahl reicht minimaler Pflanzenschutz aus.

Eine Ausnahme ist die Süsskirsche, die gerade bei nassen Frühlings- und Sommerwetter, intensivere Pflege benötigt.

 

Gerne führen wir für Sie die passende Pflegemassnahme aus, damit Ihnen Ihr Baum viel Freude bereitet.


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